Kleiner Rückblick

Ihr seht ja, in meinem Blog war dieses Jahr nicht allzu viel los. Dafür hatte ich Privat alle Hände voll zu tun – was wiederum die wenigen Artikel erklärt.

Wie einige vielleicht wissen, habe ich mich beruflich neu orientiert, was an sich schon recht aufwendig war. Dazu kommt, dass mir das nun richtig gut gefällt und Spaß macht, wodurch man gerne auch mal “länger macht” bzw. sich außerhalb der Arbeitszeit mit den selben Themen beschäftigt.

In diesem Jahr verbrachte ich ebenfalls sehr viel Zeit bei / mit @fire. Da es heuer mit unserem Team in Bayern so richtig los ging gab es mehr als genug zu planen, organisieren, üben… etc. Wir haben bereits einiges erreicht, und es hat sich ohne Zweifel gelohnt!  Das heißt aber nicht dass die Arbeit abreißt, es gibt weiterhin viel zu tun!

Anfangs fragte ich mich ob ich Feuerwehr und @fire Zeitlich unter einen Hut bringen kann – ich konnte. Mein Engagement bei der Feuerwehr sollte unter der Mitgliedschaft bei @fire  nicht leiden, und ich denke ich habe es auch so hinbekommen. Natürlich kann man hier mal nicht bei einer Übung sein und dort mal nicht an einer Vereinsveranstaltung seiner Wehr teilnehmen weil man gleichzeitig einen @fire Termin hat, das waren aber nur einzelne Terminüberschneidungen.

Zum fotografieren bin ich glücklicher Weise auch ziemlich oft gekommen, die Kamera ist ja schnell eingepackt und mitgenommen. Das macht mir immer noch viel Spaß, besonders wenn man eine Verbesserung bei den eigenen Fotos sieht. Eventuell schreibe ich hierzu auch mal den einen oder anderen Artikel.

Eindeutig zu kurz gekommen ist dieses Jahr das Radlfahren! Dazu fehlte mir – aus oben erwähnten Gründen – einfach meistens die Zeit. Ich hoffe aber dass ich in der nächsten Saison wieder öfter dazu komme.
Nun wünsche ich euch Allen schöne Feiertage und einen guten Start in 2012!

Mein Objektiv ist hin… was nun?

An einem warmen Sommerabend machte ich mich auf den Weg zum Schuttberg in Fröttmaning (München) um im Licht des Sonnenuntergangs ein paar Fotos zu schießen. Lohnenswerte Motive sind hier vor allem die Allianzarena und das Windrad. Aufgrund der Lichtverhältnisse war ich mit Stativ unterwegs. nach ca. 1 Stunde fotografieren passierte es dann, und bei einem Griff nach meinem Rucksack blieb ich am Stativ hängen, und riss es um. Bei meinem Glück viel es mit dem Objektiv genau auf einen ca. 20 cm erhöhten Metalldeckel (die Wiese hat ansonsten kaum solche Hindernisse). Der erste Schock war groß, und der Blick aufs Objektiv machte mir nicht viel Hoffnung, wenigstens der Body sah unbeschädigt aus, was er zum Glück auch war. Das Objektiv ließ sich nur sehr schwer drehen, und machte dabei ein kratzendes Geräusch.

Ein paar Tage später ließ ich das Objektiv beim Fotohändler meines Vertrauens begutachten. 100-200€ könnte die Reparatur kosten – bei einem Neupreis von 230€ kaum sinnvoll. Mein nächster Gedanke war es zu verkaufen, den verwarf ich aber wieder schnell. Wer will schon ein 230€ Objektiv, das er für bis zu 200€ erst wieder reparieren muss?

Ein bekannter der sich viel mit Fotografie beschäftigt gab mir dann folgenden Rat: “Schraub es auf, nimm es vorsichtig auseinander und behalte interessante Teile, da lernt man einiges darüber wie so ein Objektiv funktioniert. Davon hast du mehr, als wenn du es verkaufst oder reparieren lässt!” Das schien schließlich auch mir am sinnvollsten und so setzte ich mich vor ein paar Tagen an den Schreibtisch und legte los. Zu meiner Überraschung ließ sich das Objektiv schon nach dem entfernen des Verbindungsstücks zum Body wieder normal drehen. Nach weiterem zerlegen bemerkte ich eine verbogenen Schleifkontaktplatte. Die wollte ich zunächst wieder geradebiegen, was mir aber nicht gelang, also kam sie ganz raus. Außerdem entdeckte ich ein abgerissenes Kabel (Ich kann allerdings nicht sagen ob die beiden durch den Unfall, oder erst beim zerlegen kaputt gegangen sind). Nun hat mich brennend interessiert, welchen Einfluss diese beiden Teile haben bzw. das Fehlen der Teile. Also baute ich das Objektiv wieder zusammen – was wie so oft deutlich komplizierter ist als das auseinanderbauen. Letztendlich gelang es mir aber.

Recht schnell stellte sich heraus was funktioniert und was nicht. Mit manuellen Fokus konnte ich keine Probleme feststellen, allenfalls das “Getriebe” des Autofokus hört man, der Widerstand des Motors ist aber weg.
Mit Autofokus: Der funktioniert leider nicht mehr wirklich… Ist der “Schärfering” komplett eingefahren funktioniert der Autofokus, aber sehr langsam. Das geht aber auch nur so lange, wie das nächste Motiv näher liegt, als das davor – dann muss der Ring wieder per Hand zurückgedreht werden. Der Motor arbeitet zwar noch in beide Richtungen, das hört man, jedoch greift das Getriebe nur in eine Richtung. Fotografieren mit Autofokus hat sich also erledigt. Zum Stabilisator kann ich leider nichts sagen, da kenne ich mich zu wenig aus.

Fazit: Ich hatte zu Beginn überhaupt keine Erwartung mehr an das Objektiv und wollte es nur auseinander nehmen um das Innenleben zu sehen. Um es zu reparieren hätte ich mich nicht selbst daran gewagt! Ich bin völlig überrascht und begeistert vom Ergebnis und kann es nun wieder normal verwenden, wenn auch ohne Autofokus. ;-) Nur doof dass ich die Gegenlichtblende inzwischen verkauft habe…

Wenn ihr also mal so einen hoffnungslosen Fall habt, dann schraubt es auf. Egal was am Ende dabei raus kommt!

Radlnacht – die 2.

Vielen Dank für das Foto! www.region-muenchen.de

Gestern (21.05.11) fand die 2. Radlnacht in München statt. Letztes Jahr war ich von dieser Veranstaltung eher mäßig begeistert und habe deshalb auch nicht darüber berichtet. Die Fahrt Gestern hat aber wirklich Spaß gemacht!

Die Strecke war etwas länger, das Grundtempo etwas schneller und Aufstellungsort & Streckenführung besser gewählt. Start und Ziel war dieses Jahr an der Theresienhöhe, vor der Kongresshalle. (Das hatte ich zwar schon gelesen, allerdings nicht mehr dran gedacht. So war ich kurzzeitig verwundert wo denn die ganzen Radler sind, als ich am Marienplatz um 20:15 ankam.) Positiv ist auch, dass die Radlnacht dieses mal ein Monat später statt fand. Letztes Jahr brauchte ich noch eine Jacke.

Einziger Minuspunkt aus meiner Sicht war die Streckenführung über den Marienplatz, welcher eine Engstelle darstellt. (Aus Veranstaltersicht aber verständlich, warum hier durchgefahren wurde.)

Ich habe noch ein paar Tipps für euch, damit auch ihr Spaß bei solchen Veranstaltungen habt:

  • Mit den richtigen Leuten fahren, von denen man weiß sie fahren ungefähr das selbe Tempo (vorher verabreden)
  • In kleinen Gruppen fahren (max. 4 Leute)
  • Auf ungeübte Fahrer gefasst sein (ohne Erfahrung im Radln in der Masse)
Und für die schnelleren Fahrer:
  • An die Seite fahren und auf das Schlussfeld warten – dann wieder zur Spitze…

Fazit: Die 2. Radlnacht hat richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die nächste.

Schein und Sein

Ihr seht unvorbereitet dieses Bild - was ist euer erster Gedanke?

Piep, piep, piep, piep… mein Piepser geht – Einsatz für die Abteilung Oberföhring.

Ich schwinge mich aufs Fahrrad und trete in die Pedale. Als ich am Gerätehaus ankomme wird gerade das Alarmfax gedruckt – Einsatzstichwort: Brennt PKW. Schnell erreichen wir die mindestanzahl von Feuerwehrlern für ein HLF und rücken aus. Jemand fragt Richtung Gruppenführer “PA-Trupp aufnehmen?”, Antwort: “PA-Trupp voll aufnehmen!” – wir rüsten uns aus.

Am Einsatzort angekommen reicht ein Blick aus dem Fenster und es ist klar – Fehlalarm. Ein PKW steht auf einem dampfenden Kanaldeckel.

Sicher ist euch das so oder ähnlich auch schon oft passiert und man würde sich wünschen der Mitteiler hätte doch etwas genauer hingesehen, bevor er die 112 wählt.

Doch muss man sich einmal in die Lage des Mitteilers versetzen (Böswillige Alarmierungen ausgeklammert). Er beobachtet eine Situation, die für ihn ungewöhnlich und evtl. beängstigend ist. Er / Sie sieht z.B.: Flammenschein, Rauchentwicklung, Zimmerbrand, Dachstuhlbrand, Rauchentwicklung im Hochhaus oder einen brennenden PKW/LKW. Das sind die meißten Fehlalarme die mir so einfallen. Für uns als Feuerwehr zeigt sich dann oft, dass der Flammenschein nur ein Lichteffekt oder eine kaputte Lichtreklame ist, Die Rauchentwicklung eine Grillparty, der Dachstuhlbrand ein Kamin und der PKW-Brand ein dampfender Kanaldeckel oder eine Standheizung ist.

Die Auflösung: Eine Fettexplosion bei unserem Tag der offenen Tür

Dass es sich natürlich jedes Mal genauso gut um einen “echten” Einsatz handeln kann ist klar, aber darauf möchte ich gar nicht hinaus…

Stellt sich heraus, dass es ein Fehlalarm ist und keine Gefahr vorhanden ist, sollten wir Verständnis für die Mitteiler haben. Diese haben es ja nur gut gemeint – und völlig richtig gehandelt, da sie die Situation in diesem Moment als bedrohlich eingeschätzt haben. Wie immer gilt auch hier der Grundsatz: Lieber einmal mehr Ausrücken, als einmal zu wenig! 

Und wie die zwei Fotos zeigen sollen: jeder kann sich mal irren.

Organisationsübergreifende Hochwasserübung

Am Samstag den 16.04.2011 fand in München an der Isar (höhe Tierpark Hellabrunn) eine Große Hochwasserübung für mehrere Organisationen statt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde nicht nur die Thematik eines Hochwassereinsatzes beübt, sondern auch das “Kontingentkonzept” bei Überlandeinsätzen und die Kommunikation bei diesen.

Die ca. 500 Teilnehmer gehörten den Organisationen: Freiwillige- bzw. Berufsfeuerwehr München, THW, Wasserwacht, Landes- und Bundespolizei, sowie der Bundeswehr an. Auch das Baureferat und das Referat für Gesundheit und Umwelt beteiligten sich.

Um das “Kontingentkonzept” zu beüben, war unter anderem das KELF (Katastrophen-Einsatzleitfahrzeug) der Feuerwehr München im Einsatz. Die Fahrzeuge wurden in Züge eingeteilt und erhielten für die Dauer der Übung neue Funkrufnamen. So wurde z.B. aus dem “Oberföhring 49.1″ der “Kontingent München 3.49.1″ usw. Es galt hierbei natürlich auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen zu üben.

Nachdem alle Organisationen am Übungsort eingetroffen, und die einzelnen Züge ihren jeweiligen Stationen zugewiesen waren, galt es folgende Aufgaben zu erledigen:

Gegen 12 Uhr waren die Aufgaben abgeschlossen, und die Teilnehmer konnten sich die Anderen Stationen ansehen, und bekamen diese von den jeweiligen Übungsleitern erklärt. Für das leibliche Wohl der Einsatzkräfte sorgte die Abteilung Forstenried der FF München mit ihrem Verpflegungsanhänger.  Die Aufräumarbeiten zogen sich dann aufgrund des großen Materialaufwands noch bis ca. 15 Uhr hin.
Für mich persönlich – und auch für alle mit denen ich darüber gesprochen habe – war diese Übung ein echtes Highlight, und sehr Lehrreich. Auch die vielen Zuschauer und Passanten zeigten sich interessiert, und einige nahmen die Gelegenheit wahr, am eigens dafür eingerichteten Infostand mehr über die Organisationen zu erfahren.

Earthquake!

Die erste App die ich Euch vorstellen möchte war auch eine der ersten, die ich installiert hatte: “Earthquake!”.

In erster Linie ist diese Applikation natürlich für diejenigen interessant, die mit Katastrophenhilfe im Bereich der Erdbebenrettung zu tun haben. Aber ich denke auch für andere kann sie durchaus spannend sein.

Mir war bereits von Irakli bekannt, dass es so eine App für das iPhone gibt, und die gibt es auch für das Android-Betriebssystem. Inzwischen sind es sogar eine ganze Reihe an Erdbeben-Apps, als ich mein Handy bekam, war “Earthquake!” aber die einzige – soweit ich mich erinnere. Das bestätigen auch die Downloadzahlen, bei denen sich diese Applikation deutlich von den anderen abhebt.

Karte

Übersicht

Nach dem Start wird eine Übersicht über die Erdbeben der letzten 24 Stunden angezeigt. Sie können auch in Google Maps, inklusive Schadens- und Spürbarkeitszone dargestellt werden. Bei jedem neuen Erdbeben wird entsprechend den benutzerdefinierten Einstellungen eine Push-Notification erstellt.

Einstellungen

Im Menü kann z.B. die minimale Magnitude, ab der Erdbeben angezeigt werden sollen, gewählt werden. Außerdem können die Einstellungen der Push-Notifications, sowie die Aktualisierungshäufigkeit und Optionen zum eigenen Ortsbezug geändert werden.

Widget

Richtig gut gefällt mir das Desktop-Widget, das Ort, Zeit und Stärke des letzen Bebens auf einen Blick anzeigt.

Ähnliche Android-Apps sind u.a.: “Earthquake Alert!”, “Latest Quakes”, “Simple Earthquake”

iPhone: “QuakeWatch”, “Epicentral”, “Earthquake Watch”

Apps bei BOS und Katastrophenschutz

Seit Oktober lezten Jahres bin ich auch endlich im Besitz eines Smartphones. Wie es sich gehört, habe ich natürlcih auch gleich die bekanntesten und beliebtesten Apps installiert. Nach und nach sind es immer mehr geworden, auch einige die nicht sehr verbreitet sein dürften. Ein paar dieser Anwendungen beziehen sich auch auf das Thema Feuerwehr bzw. BOS und Katastrophenschutz allgemein. Außerdem lassen sich viele andere Programme, die gar nicht für diesen Bereich gedacht waren, hierfür Nutzen.

Ich möchte die Erfahrungen die ich mit diesen Apps gemacht habe mit Euch hier teilen. Vielleicht ist ja auch was für Euch dabei, vielleicht wart Ihr auch schon lange auf der Suche nach genau dieser einen Anwendung.

Da ich ein Handy mit Android-Betriebssystem habe werde ich hauptsächlich darauf eingehen. Ich würde mich aber freuen, wenn ihr zu den jeweiligen vorgestellten Apps Alternativen für die anderen Systeme als Kommentar anfügt.

Die erste Anwendung werde ich schon bald hier vorstellen.

“Projekt Heavy Tool” Abschluss

Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Projekt bereits im Herbst letzten Jahres abgeschlossen, nun komme ich aber endlich dazu, euch davon zu berichten.

Heavy Tool nachher

Heavy Tool vorher

Ich habe nun insgesamt folgende neue Teile verbaut:

  • 2 Mäntel + Schläuche
  • Steuersatz
  • Lack
  • Kette + Kassette
  • Pedale + Tretlager + Kurbel
  • Griffe
  • vordere Bremse + Brems und Schaltzüge
  • Sattel
  • Schutzbleche
  • Beleuchtung
  • Schloss

Bei der Lackierung habe ich mich für ein auffälliges Orange entschieden, welches mir immer noch sehr gut gefällt. Ich habe ja nun schon ein paar Räder lackiert und ich muss sagen, es wird jedes Mal besser. Der Rahmen ist ganz ok geworden, aber die Gabel ist echt super.

Lediglich die Schaltung macht mir noch etwas sorgen, da das Zusammenspiel mit der neuen Kurbel nicht so ganz passt. In den Gängen, in denen ich das Rad fahre funktioniert es aber. Dem Thema werde ich mich noch einmal gesondert widmen, Schaltung einstellen war noch nie mein Ding.

Ich fahre jetzt regelmäßig mit dem Bike, und erledige eigentlich alle Stadtfahrten damit (außer bei Eis und Schnee, da kommt das #MTB mit Spikes zum Einsatz). Der Vorbesitzer freut sich ebenfalls, das sein altes Rad nun wieder schön hergerichtet ist, und noch einem Zweck dient. Er sieht es ja auch noch regelmäßig am Gerätehaus der Feuerwehr.

Fragen, Anregungen, Meinungen – gerne hier als Kommentar hinterlassen.

Wie ihr sicherlich an der geringen Anzahl von Artikeln, und villeicht auch beim betrachten meines visuellen Tagebuchs gemerkt habt, bin ich wieder im Prüfungsstress. Ab nächsten Dienstag (01.02.11) habe ich dann aber Semesterferien, und werde auch wieder ein paar mehr Artikel schreiben können. Ideen habe ich genug! :)

Bis bald, Joe

Frohes Neues!

Ich wünsche Euch Allen viel Glück, Erfolg und Spaß für das neue Jahr!

Joe

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